Als ich ein junges Mädchen war, fragte ich meine Mutter, warum ich schon so viel weiß, obwohl ich noch so klein bin. Irgendwie hatte ich schon immer einen Blick für das, was nicht ganz sichtbar oder greifbar war. Versteckte Emotionen, Gruppendynamiken, Ungerechtigkeiten. Alles war für mich glasklar – für die meisten Menschen um mich aber nicht.
Was mich während meiner Kindheit und Jugend zunehmend belastete und in Abgründe führte, begann durch den künstlerischen Ausdruck Form zu finden. Zum Glück hatte ich bereits mit sieben Jahren die Möglichkeit, bioenergetische Behandlung zu erhalten. Mit inneren Bildern gab ich dem Ausdruck, was in mir deutlich wurde. Dazu lebte ich mit vielen Tieren und in den folgenden Jahren immer verbundener mit der Natur. Ich fand Ausgleich in der Verbindung damit.
Mein eigener Lebensweg und Leidensdruck hat mich immer wieder in die Neugierde geführt. Ich wollte wissen, wie alles funktioniert. Überall, wo ich hin kam, wurden Prozesse beschleunigt. Meine Therapeutin sagte damals schon, ich sei ein Katalysator. Was vorher im Verborgenen vor sich hin brodelte, wurde in meiner Gegenwart zu einer kochenden Brühe der Wahrheit. Das brachte mir natürlich sowohl Anfeindung, Neid aber auch Zuneigung und Begehren entgegen. Aber wenig Verständnis für mich als Mensch. Was mich durch all das immer angebunden hat, war eine Wurzel der Lebenskraft. Egal was um mich herum passierte, da war immer diese Anbindung.
Mit der Zeit lernte ich, meine Fähigkeiten zu formen. Durch das Sehen auf energetischer und psychologischer Ebene. Durch die Erforschung von den Wunden, die unseren Gefühlen und unserem Verhalten zugrunde liegen. Und erst durch den Ausdruck fand ich Möglichkeiten, wirklich mit all den Eindrücken zu arbeiten. In der Körperarbeit, dem Schamanismus, der Malerei spüre ich bis heute große Transformationskraft. Und teile sie gerne mit dir.